Oberligist mit Rumpftruppe gegen den Spitzenreiter

07 April 2017
Franco Petruso
Franco Petruso erlitt einen Kreuzbandriss.
„Die Reihen haben sich gelichtet, der Kader ist im Moment sehr dünn“, beschreibt Trainer Gianni Coveli die Personalsituation bei Fußball-Oberligist SV Göppingen, der am morgigen Samstag um 14 Uhr Meisterschaftsfavorit SC Freiburg II empfängt. Die Befürchtungen von der 0:2-Niederlage beim Karlsruher SC II haben sich bestätigt: Offensivakteur Franco Petruso hat sich einen knöchernen Abriss des Kreuzbandes zugezogen und muss operiert werden. Darüber hinaus hat sich Kevin Dicklhuber bei einem Zusammenprall eine Einblutung an der Patellasehne zugezogen und Nebih Kadrija musste sich diese Woche einem kleineren, bereits länger geplanten operativen Eingriff unterziehen.
„Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft werden im Kader sein, damit ich überhaupt Wechseloptionen besitze“, erklärt Coveli: „Da stößt man als Trainer an seine Grenzen.“ Der Coach ändert seine Aufstellung und taktische Formation regelmäßig, „auch um den Gegner zu überraschen.“ Doch diesmal muss er sich nicht den Kopf zerbrechen, denn seine Mannschaft stellt sich von alleine auf.
Beim KSC zog Coveli noch Patrick Schwarz ins Abwehrzentrum, setzte mit Clauß und Ivezic auf den Außenverteidiger-Positionen auf defensive Absicherung und bot Marcel Schmidts erstmals im zentralen Mittelfeld auf, nachdem der 22-Jährige bis dato nur auf beiden Außenbahnen zum Zuge kam und dort mit seiner unglaublichen Laufstärke und Antrittsschnelligkeit eine Bank war.
Gegen den SC Freiburg II wird Coveli sein Heil voraussichtlich in der Defensive suchen respektive suchen müssen, denn die Bundesliga-Reserve aus dem Breisgau ist mit Abstand das Team mit der höchsten individuellen Qualität in der Fußball-Oberliga.
„Das ist eine Profimannschaft“, sagt Coveli über diejenige Elf, die den Betriebsunfall Abstieg umgehend ausmerzen möchte. Dass die Preußer-Truppe die Göppinger nicht auf die leichte Schulter nimmt, verdeutlicht die Anreise am Vortag, um perfekt vorbe­reitet die Partie in Angriff zu nehmen.
„Freiburg ist nicht der Maßstab für uns“, rückt Coveli die Kräfteverhältnisse zurecht. „Für Göppingen ist es toll, dass solch ein Team hier an der Hohenstaufenstraße antritt. Wir betrachten diese 90 Minuten als Gelegenheit, von den Besten zu lernen. Schon im Hinspiel haben wir gesehen, was Dynamik, Positions- und Ballbesitzspiel bedeuten. Wir haben keinen Druck. Zu punkten wäre eine absolute Sensation, umso mehr mit unserem jetzigen Aufgebot.“
Die nötigen Zähler gilt es an anderer Stelle zu sammeln. „Hierfür haben wir sieben Spiele Zeit. Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt“, ist Coveli trotz der aktuellen Schwierigkeiten weiterhin von der Mission Klassenerhalt überzeugt.
Unter der Woche präsentierten die Rot-Schwarzen indes mit Pavlos Osipidis den ersten Neuen. „Er ist polyvalent, das ist bei uns immer Voraussetzung. Weil ich bastel’ gerne rum“, freut sich Coveli auf den variablen Defensivspieler. „Er ist technisch gut, ­spielintelligent, aggressiv im Zweikampf und ein Teamplayer“, zählt er die Vorzüge des 26-Jährigen auf.
  • Autor: Quelle: NWZ online vom 07.04.2017, Autor: Andreas Böhringer

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