Maifest beim 1. Göppinger SV

26 Mai 2017
Jens Zimmermann
Zum Saisonausklang hatte der 1. Göppinger SV ins VIP-Zelt geladen und informierte die zahlreichen Gäste über verschiedene Themen rund um den Oberligisten.

Gönner, Sponsoren und Sympathisanten, darunter Peter Hofelich (MdL), Sportkreispräsident Lothar Hilger oder NWZ-Chef Helge Thiele, erfuhren, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau der Tribünen-Überdachung begonnen wird und dass im Jahr 2019 die Gegengerade folgen soll. Darüber hinaus stehen die Umbauarbeiten im Kabinentrakt kurz vor dem Abschluss, so dass zeitnah zwei weitere Umkleiden sowie ein Büro, das unter der Woche als temporär besetzte Geschäftsstelle dienen soll, zur Verfügung stehen werden.
Im Anschluss ließ Gianni Coveli die Aufstiegssaison Revue passieren. Der Übungsleiter hob insbesondere den Charakter seiner Truppe hervor, der er „Mentalität, Leidenschaft, Motivation und eine gute Kameradschaft“ bescheinigte und diese Tugenden als Grundlage des Erfolgs ausmachte. Mit diesen Eigenschaften ließen sich auch Durststrecken (Coveli: „Ergebnis-Krise“) und das große Verletzungspech wegstecken. „Das Umfeld gibt mir unheimlich viel Vertrauen und die Jungs ziehen im Training super mit. Deshalb gehe ich mit Spaß an meine Aufgabe ran und gebe weiter Gas“, leitete der 46-Jährige nahtlos auf das kommende Spieljahr über. „Wir können hier keine großen Brötchen backen“, ist der Sportverein finanziell ein kleines Licht in der Oberliga. Doch Coveli will aus der Not eine Tugend machen: „Ich möchte keine fertigen Akteure, sondern Spieler, die mit Überzeugung für den SV spielen.“ Zu dieser Aussage passt die Verpflichtung von Alper Arslan, der an diesem Abend einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb. Der 19-Jährige kommt von der A-Jugend des Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth, davor war der beidfüßige und 1,81 Meter große Mittelstürmer beim VfB Stuttgart am Ball. Der in Bad Cannstatt wohnhafte Arslan hofft, den Sportverein als Sprungbrett nach oben nutzen zu können. Diesen Sprung in die Regionalliga vollziehen möchte Marcel Schmidts, der nach Abschluss seines Bachelor-Studiums (zurzeit schreibt er seine Abschlussarbeit beim Bauamt in Göppingen) den perfekten Zeitpunkt gekommen sieht, um die Chance zu ergreifen und sein Glück beim Traditionsklub SSV Ulm 1846 zu versuchen.
Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ausführungen des bekannten Sport-Moderators und Managers Jens Zimmermann, der bereits Leiter Sportpromotion bei Uhlsport und Kempa, Geschäftsführer und Manager der Stuttgarter Kickers sowie TV-Moderator bei Olympischen Spielen war. Darüber hinaus betreut er zahlreiche Einzelsportler wie Turner Marcel Nguyen, Ringer-Weltmeister Frank Stäbler oder FAG-Handballer Marcel Schiller. Zimmermann gab interessante Einblicke in die Welt des Sportmarketings und machte deutlich, dass eine nachhaltige Entwicklung eins Vereins „Schritt für Schritt“ erfolgen müsse. Für einen Klub wie den SV, der hinter Frisch Auf die Nummer zwei in der Stadt ist, hatte er einige Ratschläge parat, die sich aus seiner Zeit bei den Kickers ableiten ließen, da die Blauen im Schatten des VfB stehen. „Man muss es anerkennen und akzeptieren, dass es jemand Stärkeres gibt“, nennt er den ersten Schritt. „Dann muss man eine Marke, eine Identität finden, die einen von der Nummer eins unterscheidet“, ergänzte der 44-Jährige, der den FC St. Pauli mit dem Totenkopf-Logo als Paradebeispiel anführte. Eine Möglichkeit seien Veranstaltungen wie diese, denn: „Netzwerken funktioniert in einem kleinen Klub mit familiären Umfeld besser als im großen Verein.“ So könne man eine Unverwechselbarkeit schaffen, die einen Mehrwert bedeutet: „Dann haben Gönner und Sponsoren einen Grund, sich für den SV zu engagieren.“
  • Autor: Andreas Böhringer

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