Göppinger deutlich besser auf Kurs

10 November 2017
Tabellennachbarn treffen morgen um 14.30 Uhr in Ravensburg aufeinander – mit grundverschiedenen Zielsetzungen.
Hier der Göppinger Sportverein (Rang neun, 21 Punkte, 24:22 Tore), dort der FV Ravensburg (Rang zehn, 20 Punkte, 27:25 Tore): Ein Blick auf das Klassement lässt auf ein ausgeglichenes Mittelfeld-Duell schließen, doch die beiden Klubs gingen mit gänzlich anderen Zielen in die Saison. Während der SV den Klassenerhalt anstrebt, wollte die Elf vom Bodensee ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen und verstärkte sich dementsprechend. Doch die Ergebnisse entsprachen bis dato nicht den hoch gesteckten Erwartungen und vor einer Woche warf Wolfram Eitel das Handtuch: „Ich bin für den Auftritt und die Leistung verantwortlich, also muss ich auch die Verantwortung übernehmen, wenn es nicht mehr läuft“, ließ sich der Ex-Coach zitieren.
Bis zur Winterpause übernimmt Sturm-Routinier und Kapitän Steffen Wohlfarth das Kommando. Der 34-jährige Ex-Profi, der gerade an seinem Trainerschein arbeitet, verordnete seinem Team eine defensivere Grundausrichtung und stellte auf zwei defensive Mittelfeldspieler um. Beim Zweiten TSG Balingen setzte es dennoch eine unglückliche 1:2-Niederlage, der Siegtreffer fiel erst in der Nachspielzeit.
So unrund es beim morgigen Gastgeber in den letzten Wochen lief, so erfolgreich gestaltete der SV Göppingen die vergangenen Begegnungen und hat sich mittlerweile ein dickes Punktepolster auf die Abstiegsränge angefressen. Vor Wochenfrist bewies das Coveli-Ensemble seine momentane Leistungsstärke, zeigte eine spielerisch überaus ansprechende Vorstellung und kam zu einem verdienten 2:1-Sieg über den Bahlinger SC. Der SV-Übungsleiter musste dabei auf Domenico Botta verzichten, der über muskuläre Probleme im Oberschenkel klagte. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, erläuterte Gianni Coveli, „wir haben genug Alternativen, Domenico konnte aussetzen und sich für Ravensburg schonen.“ Der Mittelstürmer selbst bestätigte, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelte: „Es ist nichts Ernstes. Das Kreuzband ist gut und ich fühle mich auch gut.“
Nach seinem Ende Februar erlittenen Kreuzbandriss schuftete Botta beharrlich in der Reha und legte so die Grundlagen für seine Rückkehr auf den Rasen: „Es war meine erste schwere Verletzung. Da muss man sich durchkämpfen. Vom Kopf her bin ich gut damit umgegangen, auch wenn es schwierig ist, weil man auf sich alleine gestellt ist. Ich habe die Reha beim VfB Stuttgart absolviert, da wird man professionell betreut. Gleichzeitig muss man aber motiviert sein und viel Zeit investieren, das habe ich getan, deshalb war ich schnell wieder da“, erklärt der 29-Jährige, der 2014 vom SSV Reutlingen kam. Im Vollbesitz seiner Kräfte ist er indes noch nicht. „30 bis 40 Prozent fehlen noch, zur Rückrunde will ich bei 100 Prozent sein“, will er seine Defizite in der Vorbereitung vollends aufarbeiten.
Für seine Schinderei belohnte er sich bei seinem Comeback Mitte Oktober selbst, als sein später Treffer ein Remis beim Karlsruher SC II sicherte. „Das war ein Glücksgefühl und gibt Power“, berichtet der Rechtsfuß, der als Spitze besonders von der veränderten Spielweise der Rot-Schwarzen profitiert: „Wir sind qualitativ besser und offensiver ausgerichtet. Das Spielerische kommt stärker zum Tragen, deshalb haben wir auch gute Pass- und Spielsituationen“, sind er und sein Mittelstürmer-Kollege Max Ziesche stärker in das Spiel eingebunden und erhalten auch mehr Bälle.

Info Mitfahrgelegenheit gibt’s im Teambus, Abfahrt 10.30 Uhr am SV-Stadion.
  • Autor: Quelle: NWZ online vom 10.11.2017, Autor: Andreas Böhringer

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