Abwehrschlacht mit Punkt belohnt

13 November 2017
Dauerregen, ein aufgeweichter und schwer zu bespielender Rasenplatz:
Im Oberliga-Duell beim FV Ravensburg wählte der Göppinger Trainer Gianni Coveli eine defensivere Ausrichtung, nahm seinen Dreiersturm Oubeyapwa, Ubabuike und Ziesche aus der Startformation und brachte dafür Stöppler, Loser und Botta. „Es ging denkbar schlecht los“, kommentierte der SV-Übungsleiter den Start. Nach einer Flanke von der rechten Seite, auf der sich Harun Toprak mehrfach in Szene setzte, gab es nach einem für Covelis Geschmack fairen Zweikampf zwischen Loser und Coban Strafstoß, den Soyudogru zum 1:0 verwandelte (3.).
„Der FV hat sehr viel Druck gemacht“, analysierte Coveli die Anfangsviertelstunde. „Danach haben wir das Spiel für uns besser in den Griff bekommen, die Passwege besser zugestellt, mehr Zweikämpfe gewonnen und konnten dann unser Umschaltspiel einbringen“, fuhr der 47-Jährige fort. Er sah eine von langen Bällen und Hektik geprägte Begegnung. Nach seiner ersten Torannäherung (23.) erzielte Mittelstürmer Botta schließlich den Ausgleich, nachdem sich Stöppler auf links durchgesetzt und mustergültig zurückgelegt hatte (25.). Nach einer Eckballvariante gingen die Rot-Schwarzen gar in Führung: Die Dicklhuber-Hereingabe verlängerte Osipidis auf den langen Pfosten, wo der un­bedrängte Nils Staiger den Ball ohne Mühe über die Linie beförderte (40.).
Nach dem Seitenwechsel brachte der eingewechselte Burhan Soyudogru viel frischen Wind und hatte bis zur 65. Minute fünf große Chancen zum Ausgleich, bei der besten Möglichkeit rettete der Pfosten für Göppingens Keeper Kevin Rombach (64.). „Es war eine Abwehrschlacht, wir konnten nicht mehr für Entlastung sorgen“, analysiert Coveli. Der Ravensburger Druck wurde immer stärker. Die Göppinger hatten die erste Offensivaktion nach 72 Minuten, als Kotiukov knapp daneben köpfte. Auf tiefem Boden schwanden bei Botta und Dicklhuber die Kräfte, für Coveli logische Folge gesundheitlicher Probleme: „Sie konnten diese Woche nicht trainieren, dann ist der Akku irgendwann leer.“ Dennoch standen die Gäste defensiv gut und hatten mit Schlussmann Rombach einen starken Rückhalt. Das Bollwerk hielt nur bis zur 88. Minute, dann gelang Sebastian Mähr der gerechte Ausgleich. „Der Zeitpunkt kurz vor Schluss ist für uns ärgerlich. Aber wenn man die zweite Hälfte nimmt, hat sich Ravensburg den Ausgleich verdient“ anerkennt Coveli die Leistung der Gastgeber. Die haben Druck gemacht und hatten die Torchancen, „um das 2:2 auch schon früher zu erzielen“. Es war ein hochintensives Spiel, die Göppinger haben sich den Punkt durch eine „sehr, sehr hohe Leidenschaft und den Willen, eine Abwehrschlacht zu liefern“, verdient, erklärt der Trainer. Seine Mannschaft könne „nicht immer nur schönen Fußball spielen, heute waren andere Dinge gefragt.“ Die hat die Mannschaft zur Zufriedenheit des Trainers erledigt.

FV Ravensburg: Kraus – Hörger, Reiner (83. Hörtkorn), Rahmam Soyudogru, Zimmermann, Altmann, Henning (61. Henning), Mähr, Boneberger, Coban (46. Burhan Soyudogru), Toprak.
SV Göppingen: Rombach – Staiger (68. Kotiukov), Stierle, Mägerle, Osipidis, Stöppler (70. Kadrija), Brück, Schwarz, Loser (83. Ubabuike), Dicklhuber, Botta (78. Frölich).
Tore: 1:0 Soyudogru (3., Foulelfmeter), 1:1 Botta (25.), 1:2 Staiger (40.), 2:2 Mähr (88.).
SR: Luka Gille (Offenburg).
Zuschauer: 250.
  • Autor: Quelle: NWZ online vom 13.11.17 Autor: Andreas Böhringer

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