Göppinger geben ihre Bewerbung ab

08 Mai 2020
In ungewissen Corona-Zeiten sorgte der SV Göppingen an einer Stelle für Gewissheit und reichte die Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga ein. Quelle swp vom 06.05.2020 Autor: Andreas Böhringer

„Es ist die Bewerbung für das Zulassungsverfahren zur Regionalliga“, präzisiert Ingo Miede die genaue Bezeichnung für die zahlreichen Unterlagen, die sein Göppinger Sportverein bei Sascha Döther, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR, einreichte. Dies bedeutet, dass sein SV Göppingen am Zulassungsverfahren für einen Platz in der Regionalliga Südwest für die Saison 2020/21 teilnimmt – dies unter der Bedingung, dass eine sportliche Qualifikation überhaupt gelingt. Der aktuelle zweite Tabellenplatz würde zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigen. Doch hinter dem weiteren Verlauf des Spieljahres stehen weiterhin einige Fragezeichen.
Sollte die sportliche Qualifikation gelingen, ist die tatsächliche Teilnahme an der Regionalliga aber nicht gesichert, sondern hängt an der Erfüllung weiterer Vorgaben ab, die insbesondere die Infrastruktur betreffen. Hierfür wurde nun ein 100 Seiten umfassendes Konvolut abgegeben, das zahlreiche verschiedene Bereiche abdeckt, die mit dem Spielbetrieb zusammenhängen. So musste der Sportverein beispielsweise einen Lageplan von Stadion, Parkplätzen und Kabinentrakt zur Überprüfung stellen genauso wie einen Auszug aus dem Vereinsregister, sowie einen Bebauungsplan und die Vorkehrungen zum Brandschutz. „Bei vielen dieser Unterlagen waren wir auf die Hilfe der Stadt Göppingen angewiesen. Die Mitarbeiter waren sehr kooperativ, wofür wir uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bedanken wollen“, äußert Miede und weist darauf hin, dass einige dieser Vorgaben bereits in der Oberliga zu erfüllen sind. Andere wiederum sind neu und würden bauliche Maßnahmen am Stadiongelände nötig machen. So müsste ein durch einen Zaun abgetrennter Bereich für die Gästefans entstehen, der Sportverein müsste einen separaten Raum für die Dopingproben ausweisen und alle unbefestigten Flächen, wie zum Beispiel Schotter, müssten zwingend befestigt werden. Die Austragung der Begegnungen gegen den SSV Reutlingen oder die Stuttgarter Kickers lieferten für den SV-Spielleiter ausreichende Belege, dass seine Rot-Schwarzen mit der Durchführung solcher Großveranstaltungen zurechtkommen: „Wir hatten gegen die Kickers fast 5000 Zuschauer, die Polizei und ein privater Sicherheitsdienst waren da und wir hatten einen Bus-Shuttle-Service von der Werfthalle zum Stadion organisiert. Der Unterschied zwischen Ober- und Regionalliga wäre in Anführungszeichen nur, dass wir solche Ausnahme-Partien öfters stemmen müssten, als nur ein-, zweimal pro Saison.“ Zusätzlich müssen alle Klubs, die sich für die Regionalliga bewerben, eine ausreichende Liquidität per Bankbürgschaft nachweisen.
Nachdem die Verantwortlichen in der vergangenen Saison noch auf die Bewerbung verzichteten, haben sie diesen Schritt nun vollzogen: „Der Verein und alle Leute im Umfeld hätten richtig Lust, das Abenteuer mal mitzumachen“, erklärt Miede und hält die Chance, den Sprung nach oben zu schaffen, nicht nur wegen Corona für gering, „aber wir wollen für alle Eventualitäten gerüstet sein.“ Die eigentliche Frist für die Bewerbung wurde vom 15. April auf den 15. Mai verlegt, doch auch bis Mitte des Monats wird es wohl von Seiten der Verbände noch keine konkreten Entscheidungen zu Fortsetzung, Abbruch oder Wertung der aktuellen Saison geben. Unabhängig von der zukünftigen Spielklasse wird im Stadion an der Hohenstaufenstraße ein System zur Video-Analyse installiert, womit Übungsleiter Gianni Coveli seine Schützlinge noch gezielter schulen kann. Daneben ist der Bau der Flutlichtanlage gestartet. Der Blitzschutz ist bereits verlegt, für die Errichtung der Fundamente müssen die Werbebanden zeitweise entfernt werden.

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