Zu wenig für die Relegation

Freitag, den 11.04.13
Autor: swp


Fußball-Verbandsligist SV Göppingen blieb im Jahr 2014 in den Startblöcken hängen. Vor der Partie morgen um 15.30 Uhr beim FC 07 Albstadt herrscht Ernüchterung an der Hohenstaufenstraße.

Fünf Spiele, sechs Punkte, 3:3 Tore - die Rückrunden-Bilanz des SV Göppingen ist jene eines Teams aus dem unteren Mittelfeld und definitiv zu wenig, um im Rennen um den Relegationsrang zu bleiben. Die Ausbeute kommt indes nicht überraschend, sondern spiegelt die gezeigten Leistungen auf dem Rasen wider, denn die SV-Elf kommt spielerisch bieder daher und ist offensiv leicht auszurechnen. "Wir sind nicht in der Lage, uns aus dem Spiel heraus Chancen zu erspielen. Wir kommen nicht einmal zu Torabschlüssen, es fehlt die Durchschlagskraft", redet Andreas Heintel Klartext und macht keinen Hehl daraus, dass sich die Verantwortlichen mehr erhofften. "Wir haben alle mehr erwartet, aber man muss klar sagen: was das Team spielt, ist das, was es kann", so der Sportliche Leiter. Das Abschneiden ist zunächst enttäuschend, doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass der Kader in dieser Spielzeit nicht so stark bestückt ist wie die Jahre davor, weshalb die Bilanz durchaus im Zielkorridor der Verantwortlichen liegt.

Dennoch bleibt kritisch anzumerken, dass die Defizite im Spielaufbau, die Co-Trainer Daniel Budak oder Führungsspieler Tobias Müller bereits vor Wochen ausgemacht hatten, nicht kleiner geworden sind und sich die Mannschaft spielerisch-taktisch nicht weiterentwickelt hat. Das Resultat sind jene von Heintel angesprochenen Partien, in denen die Rot-Schwarzen keine Torgefahr entwickeln und es vermeintlich kleineren Teams leicht machen.

Diese Erkenntnisse müssen aber nicht zwangsläufig Auswirkungen auf die Kaderplanung haben: "Wir tauschen uns regelmäßig aus und arbeiten diverse Personalien ab", steht Heintel in engem Kontakt zum künftigen Coach Gianni Coveli, der die Spiele beobachtete und sich zeitnah äußern wird, welche Akteure unter ihm eine Zukunft haben. "Paulo Souza geht zurück nach Brasilien", so Heintel, "mit den Spielern, deren Verträge auslaufen, werden wir in Kürze Gespräche aufnehmen. Gianni macht sich ein Bild, wer in sein Konzept passt und wer nicht. Ist dieser Prozess abgeschlossen, treffen wir Entscheidungen." Bis zum Saisonende gebunden sind Cerimi, Klein, Baumgartner, Ruckh und Warth. Ein Sonderfall ist Burhan Degirmenci, der erst im Winter kam und nach seiner Verletzung langsam Anschluss findet. "Burhan muss man gesondert beurteilen", erläutert Heintel, "er hat jetzt von Beginn an gespielt und seine Sache ordentlich gemacht, auch wenn mit hoher Fehlpassquote. Er hat Luft nach oben, braucht aber Spielpraxis." Wer bleibt, hänge auch von den Alternativen auf dem Transfermarkt ab, so Heintel, der mit Coveli in allen Mannschaftsteilen nach Zugängen sucht: "Wir wollen uns in der Summe verstärken", betont der 47-Jährige, "Ziel ist, dass unser Aufgebot mindestens so groß ist, um gerüstet zu sein, damit sich so etwas wie zuletzt gegen Böblingen nicht wiederholt." Vergangenes Wochenende war die Personallage äußerst angespannt, es saßen nur zwei Feldspieler auf der Bank. In Sachen Neuzugänge gibt es viele Spekulationen, spruchreif sei aber noch nichts, so Heintel, "der Wunsch ist das eine, die Realität das andere".

Info Mitfahrgelegenheit im Bus, Abfahrt 12.15 Uhr am SV-Stadion.


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