Baumgartners Zukunft offen

Samstag, den 26.04.14
Autor: Andreas Böhringer


Nach der Pause über die Oster-Feiertage erwartet Fußball-Verbandsligist SV Göppingen am heutigen Samstag um 15.30 Uhr den FC Wangen. Chris Baumgartner hat sich für einen Platz in der Startelf angeboten.

Das spielfreie Verbandsliga-Wochenende zuletzt kam dem Göppinger Bezirksliga-Team zupass, denn die abstiegsgefährdete Zweitvertretung feierte mit Unterstützung "von oben" zwei Siege und tat zugleich etwas fürs Torverhältnis. Chris Baumgartner hatte seinen Anteil daran: "Ich habe kein Problem damit, in der Zweiten zu spielen. Die Zweite braucht diese Unterstützung und für den Verein ist diese Hilfe auch wichtig", erklärt der zentrale Mittelfeldspieler, "da helfen auch nicht ein, zwei Akteure, sondern es müssen drei oder vier sein, um genügend Qualität auf dem Platz zu haben." Für Baumgartner sind diese Partien keine lästige Pflicht, sondern die Gelegenheit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen: "90 Minuten durchspielen ist mir wichtig, das braucht ein Fußballer einfach. Unser Trainer Norbert Stippel sagt uns immer, dass man sich für oben anbieten kann. Das will ich und hoffe, dass es funktioniert."

In der Verbandsliga kommt der 24-Jährige, der 2012 von Landesliga-Absteiger FC Donzdorf zum SV wechselte, in dieser Saison nicht wie gewünscht zum Zug. Ein Grund ist beruflicher Natur, denn Baumgartner arbeitet als Polizist in Schorndorf im Dreischichtdienst, weshalb der Rechtsfuß nicht alle Übungseinheiten mitmachen kann. "Ich lasse den Fußball nur sausen, wenn es wirklich nicht anders geht", erläutert der 1,83 Meter-Mann, "aber die Schichten mit Training und Spielen, das kostet Kraft und geht an die Substanz." Er ist überzeugt, dass der Coach seine Qualitäten kennt, aber der fehlende Trainingsrhythmus sei ein Nachteil: "Könnte ich immer alle Einheiten absolvieren, denke ich, dass ich in der ersten Elf stehen würde", so der technisch beschlagene Baumgartner, der von Norbert Stippel besonders gegen spielstarke Kontrahenten aufgeboten wird. "Setzt der Gegner eher auf Kampf, kommen Tobi Clauß und Gent Cerimi zum Zug. Prinzipiell finde ich es gut, dass der Trainer relativ viel rotiert und die Aufstellung vom Gegner abhängig macht. Das gibt jedem das Gefühl, dazu zu gehören", lobt Baumgartner den Übungsleiter.

Der Holzheimer machte seine ersten fußballerischen Schritte beim heimischen TB, von wo er in der C-Jugend nach Donzdorf wechselte. Mit 18 Jahren fand ein nahtloser Übergang von der Jugend in die erste Mannschaft statt: "Diese Zeit hat geprägt", erinnert er sich an seine Auftritte im Lautertal-Stadion, wo er für den FCD in der Innenverteidigung zum Einsatz kam. Bei den Rot-Schwarzen ist nunmehr das zentrale Mittelfeld sein Betätigungsfeld. "Beide Positionen sind von der Anlage her ähnlich und ich sehe mich auch als Innenverteidiger, kann aber ebenfalls auf der Zehn spielen", äußert sich Baumgartner, dessen Vertrag am 30. Juni endet. "Natürlich kann ich mir vorstellen, zu bleiben", macht er deutlich, dass es ihm an der Hohenstaufenstraße gefällt und begründet dies: "Der Sportverein ist weiter die Nummer eins im Kreis und es ist Potenzial für die Zukunft vorhanden." Sein Verbleib hänge insbesondere von den Zielsetzungen ab, die der neue Trainer Gianni Coveli und der Sportliche Leiter Andreas Heintel hätten, gibt Baumgartner Einblick in seine Überlegungen: "Der jetzige Stand ist, dass ich nach allen Seiten offen bin. Gespräche mit dem Sportverein laufen, es gibt auch Angebote von anderen Klubs. Über die nächste Saison werde ich mit der Spielleitung und dem neuen Trainer reden, das ist mir wichtig. Dann wird man sehen."



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