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Duell der Unbesiegten steigt am Samstag

Donnerstag, den 02.04.15
Autor: Markus Munz


Fußball-Verbandsligist Göppinger Sportverein tritt am Samstag um 15.30 Uhr in Schwäbisch Gmünd zum Derby beim in diesem Jahr ebenfalls noch ungeschlagenen Lokalrivalen FC Normannia an.
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Die sportlichen Vorzeichen vor dem Verbandsliga-Derby zwischen dem FC Normannia Gmünd und dem Göppinger Sportverein könnten kaum besser sein. Beide Mannschaften sind in ihren drei Partien 2015 noch ungeschlagen. Hoch einzustufen ist das torlose Remis, das die in der Tabelle auf Platz neun stehende Normannia vergangene Woche dem Spitzenreiter FSV Bissingen abgetrotzt hat. Davor hatten die von Benjamino Molinari trainierten Gmünder einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Heimsieg gegen den FC Albstadt gedreht.

Dieses Kunststück war dem Göppinger Sportverein beim 3:2-Erfolg in Weiler im ersten Spiel des Jahres ebenfalls geglückt. Weniger spektakulär verlief vorige Woche der 2:0-Heimsieg gegen die Neckarsulmer Sport-Union. "Viele Mannschaften stehen tief gegen uns. Man kann nicht erwarten, dass wir jede Woche die Gegner an die Wand spielen", erklärt dazu SV-Trainer Gianni Coveli. Gerade im Frühjahr, wenn die Rasenplätze schwer zu bespielen sind, müssen auch mal die fußballerischen Primärtugenden herhalten. "Über den Kampf zum Spiel" fand sein Team zuletzt gegen Neckarsulm, das dürfte auch in Gmünd der Weg zum Erfolg sein. "Wir haben uns jetzt unter den ersten Vier festgespielt und eine Distanz herausgearbeitet, das gibt Sicherheit", erklärt Coveli und will auf dieser Basis "Woche für Woche gute Leistungen auf den Platz bringen".

Der Coach des Sportvereins hofft für das Spiel in Gmünd auf die Rückkehr von Oliver Stierle. Der Routinier musste zuletzt krankheitsbedingt passen. "Er gibt uns die notwendige Stabilität", unterstreicht Coveli die Wichtigkeit von Stierle, dessen Formkurve sich seit seinem Amtsantritt steil nach oben entwickelte. Prompt verlängerten Stierle wie auch der Trainer und andere Führungsspieler im Winter ihre Verträge in Göppingen vorzeitig.

Gianni Coveli überrascht bei Ausfällen von eigenen Kräften gerne damit, Spieler auf ungewohnten Positionen auflaufen zu lassen. Gegen Neckarsulm agierten beispielsweise Domenic Brück im zentralen Mittelfeld und Tobias Armbruster als Linksverteidiger. "Die Jungs haben ihre neuen Rollen gut angenommen", lobt der zufriedene Übungsleiter, "wir haben einen relativ kleinen Kader und versuchen Ausfälle dadurch zu kompensieren, dass Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzbar sind. Das haben wir in der Vorbereitung so ausprobiert. Damit sind wir auch nicht leicht ausrechenbar."

Nicht mehr zum Göppinger Kader gehört Emre Tekin. Dies hat der Sportliche Leiter Andreas Heintel bestätigt. Der Ersatztorhüter hatte mehrfach unentschuldigt gefehlt. Für ihn wird Torwarttrainer Timo Schöffel für den Rest der Verbandsliga-Saison auf der Bank des Sportvereins Platz nehmen.