SV bleibt weiter ungeschlagen

12 März 2018
Kevin Dicklhuber
Neben Marc Mägerle, der nach seiner Erkrankung in die Innenverteidigung zurückkehrte, besetzte Gianni Coveli die offensiven Flügel neu
und beorderte Oubeyapwa und Renner in die Startformation. Den schwierigen Platzbedingungen im Holzhof-Stadion zum Trotz wollte der SV-Coach nicht ausschließlich auf das kämpferische Element setzen. In die spielgestaltende Rolle wurden die Göppinger auch gedrängt, denn die abstiegsgefährdeten Gäste standen in ihrem 5-4-1-System sehr tief und agierten häufig mit langen Bällen auf Mittelstürmer Dominik Salz, der als Einzelkämpfer seine Klasse nachwies, die Zuspiele immer wieder festmachen konnte und die SV-Abwehrreihe ordentlich auf Trab hielt. Im Gegensatz dazu gelang es den Gästen kaum, sich nachhaltig in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. So entwickelte sich eine ausgeglichene und ereignisarme erste Hälfte mit jeweils einer klaren Chance auf beiden Seiten: Nach einer abgefälschten Flanke schoss Lushtaku aus kurzer Distanz knapp drüber (19.), eine Osipidis-Flanke setzte Oubeyapwa volley neben den rechten Pfosten (27.).
„Hintenraus wurden die Akteure müder und es gab mehr Räume, dann überschlugen sich die Ereignisse“, fasste Coveli den zweiten Durchgang zusammen, in dem sich die Teams auf dem tiefen Geläuf einen mitreißenden Fight mit höchstem Unterhaltungswert lieferten, zu dem auch das Unparteiischen-Gespann mit diskutablen Entscheidungen beitrug, wie Coveli anmerkte: „Die Schiedsrichterin mit ihren Assistenten haben sich zu viel rausgenommen und die entscheidenden Situationen grundsätzlich für Pforzheim gepfiffen“, bezog sich der 47-Jährige auf das Stierle-Foul („Olli spielt den Ball“), das zum Strafstoß führte (69.), sowie den Platzverweis gegen Domenic Brück (78.). Diese Entscheidungen brachten zusätzliche Hektik in eine ohnehin schon aufgeheizte Partie, in der Pforzheim nach einem SV-Freistoß blitzschnell umschaltete. Nach einem langen Pass aus dem Halbfeld trat Oubeyapwa über den Ball, irritierte damit seinen eigenen Keeper, so dass Salz alleine vor dem Tor nur noch einschieben musste, doch Brück blockte den Schuss per Grätsche (57.).
Ähnlich in der Entstehung war der Foulelfmeter, der zu heftigen Protesten der Rot-Schwarzen führte, doch Lushtaku ließ sich nicht beirren und verwandelte sicher. Aus dem Spiel heraus strahlte der Sportverein weiterhin wenig Gefahr aus und so resultierte der Ausgleich aus einer Standard-Situation, als Iurii Kotiukov einen Dicklhuber-Freistoß ins Tor verlängerte und sich damit für seine kämpferisch herausragende Vorstellung belohnte. Beim Torjubel wollte ein Linienrichter eine unpassende Geste von Domenic Brück gesehen haben und so schlug die Freude in blankes Entsetzen um, denn der 28-Jährige musste vom Feld. „Über die rote Karte sind alle im Team total aufgebracht“, konnte Coveli auch nach dem Abpfiff nur den Kopf schütteln, war aber gleichzeitig stolz auf seine Schützlinge, die in der Schlussviertelstunde das Unentschieden erfolgreich verteidigten und somit 2018 ungeschlagen bleiben: „Ein ganz großes Kompliment an die Jungs. Wir haben uns nicht kleinkriegen lassen und gegen alle Widrigkeiten angekämpft. Die Mentalität war einfach super.“

CfR Pforzheim: M. Salz – Delic (92. Suddoth), Sturm, Saito, von Nordheim (82. Masurica), Gudzevic, Lushtaku (90. Nebihu), Tardelli, D. Salz, Grupp, Reisig.

SV Göppingen: Rombach – Kotiukov, Stierle, Mägerle, Osipidis, Brück, Schwarz (76. Kadrija), Oubeyapwa (80. Cerimi), Dicklhuber, Renner (69. Ubabuike), Botta (88. Ziesche).

SR: Sonja Kuttelwascher (Mannheim). – Tore: 1:0 Lushtaku (69.), Kotiukov (78.). – Rote Karte: Brück (78., Unsportlichkeit beim Torjubel). – Zuschauer: 350.
  • Autor: Quelle: swp online vom 12.03.18 Autor: Andreas Böhringer

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