Willen schlägt Lethargie

09 April 2018
Trainer Gianni Coveli nahm vor dem Oberliga-Duell zwischen seinem SV Göppingen und dem FC 08 Villingen mehrere Umstellungen vor.
Für Michael Renner, Pavlos Osipidis (beide erkältet), Shaibou Oubeyapwa, Nils Staiger und Torhüter Kevin Rombach rückten Marcel Schleicher, Gent Cerimi, Chris Loser, Oliver Stierle und Domenic Brück in die Startformation, die in einem 4-3-3 mit Kevin Dicklhuber auf der ungewohnten Rechtsaußen-Position antrat.
Nicht nur der Linksfuß zeigte eine exzellente Vorstellung, das komplette Team überzeugte gegen völlig enttäuschende Villinger, die noch aussichtsreich im Rennen um die Aufstiegsrelegation liegen. Nicht nur Gäste-Coach Jago Maric, der mit seinen Schützlingen haderte, sah eine einseitige Partie: „Es war das erste Spiel seit zwei Jahren ohne Torchance, das sagt alles. Wir waren in allen Belangen unterlegen. Von der ersten bis zur 90. Minute haben wir nicht gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Heute war ein Tag, an dem wir besser zuhause geblieben wären.“
Die Maric-Elf war zwar körperlich auf dem Rasen, wirkte aber über weite Phasen unkonzentriert und unaufmerksam, was sich in vielen einfachen Ballverlusten im Aufbauspiel niederschlug. In den direkten Duellen waren die Rot-Schwarzen bissiger, entschieden die große Mehrzahl der Zweikämpfe für sich und bestimmten so die Dynamik der Begegnung. Nachdem Francis Ubabuike ein Luftloch von Manuel Stark frei vor Torhüter Mendes nicht nutzte (24.) und eine flache Loser-Hereingabe vor dem einschussbereiten Botta noch zur Ecke geklärt wurde, belohnten sich die Göppinger doch noch für ihren konzentrierten und couragierten Auftritt. Nach einem abermaligen Ballgewinn hatte der Sportverein eine Drei-gegen-zwei-Überzahlsituation, Dicklhuber passte auf Domenico Botta, der aus zwölf Metern mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 traf (38.).
Nach dem Seitenwechsel bot sich dasselbe Bild, die Gäste fanden weiterhin überhaupt keine Bindung zum Spiel und waren in ihren Offensivbemühungen harmlos. Daran änderten auch die vier Auswechslungen nichts, die Maric nach einer guten Stunde vornahm. Zu diesem Zeitpunkt hatte erneut Botta bereits auf 2:0 erhöht: Nach einer Dicklhuber-Ecke kam der Ball über Umwege zum Torschützen, der aus kurzer ­Distanz freistehend per Seitfallzieher traf (54.).
In der verbleibenden Spielzeit kontrollierten die Rot-Schwarzen bei optimalen äußeren Bedingungen die Partie ohne größere Probleme, da bei Villingen kein Aufbäumen zu spüren war. „Ich freue mich, dass wir drei Punkte gegen ein Spitzenteam geholt haben“, gab Domenico Botta zu Protokoll. Der Matchwinner, der bei einem Zweikampf in der ersten Halbzeit einen Cut über dem rechten Auge davontrug, lobte die Leistung des Kollektivs und belohnte sich mit seinen Treffern für seine guten Auftritte in den letzten Wochen, gab sich aber bescheiden: „Klar freut man sich als Stürmer über die eigenen Tore. Aber ich bin Teil des Teams und wenn ein anderer trifft, bin ich genauso zufrieden. Im Moment passt mannschaftlich einfach alles bei uns.“

1. Göppinger SV: Schleicher – Kotiukov, Stierle, Mägerle, Loser (66. Staiger), Schwarz, Cerimi, Brück, Ubabuike (72. Ziesche), Botta (84. Oubeyapwa), Dicklhuber (81. Özcan).

FC 08 Villingen: Mendes – Serpa, Gil, Ovuka, Stark, Ceylan, Haibt (67. Crudo), Wehrle (62. Niedermann), Weißhaar (57. Kaminski), Plavci, Giles (57. Geng).

SR: Dominik Schaal (Tübingen).

Tore: 1:0, 2:0 Botta (38., 54.).

Zuschauer: 700.
  • Autor: Quelle: swp online vom 09.04.18 Autor: Andreas Böhringer

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