Fußballer im Freibad-Modus

23 Mai 2018
Es kam teils einer Arbeitsverweigerung gleich, was die Akteure des SV Göppingen beim 1:5 in Bissingen ablieferten.

Mit einem Freibad-Besuch verglich Gianni Coveli die desolate Vorstellung seiner Mannschaft bei dem 1:5-Debakel und ging mit seinen Schützlingen hart ins Gericht: „Das war nichts, gar nichts. Ich bin maßlos enttäuscht, wir haben alles vermissen lassen. Das war heute mit Abstand die schlechteste Leistung, seit ich beim Sportverein bin. Man hatte das Gefühl, wir haben es auslaufen lassen. Es ist für mich unerklärlich.“ Insbesondere gegen seinen Ex-Klub hatte er sich eine engagiertere Vorstellung erhofft. „Es tut mir persönlich weh“, kommentierte der Göppinger Übungsleiter sichtlich geknickt.
Es war ein einseitiges Duell, in dem die Gastgeber zum Toreschießen eingeladen wurden, wie Coveli feststellte: „Bissingen musste nicht mal viel investieren.“ Riccardo Gorgoglione köpfte eine Ecke zur frühen Führung ein. Ein Gegentreffer, der den 47-jährigen Göppinger Coach bereits nach drei Minuten auf die Palme brachte: „Ich hatte dem Team davor gesagt, wo die Ecke hinkommt und trotzdem passiert es.“ Diese Gleichgültigkeit in den Aktionen und der nicht vorhandene Wille, sich ernsthaft zu wehren, sollten die bestimmenden Elemente des Auftritts der Rot-Schwarzen an diesem Nachmittag werden. Nachdem Milchraum (19.) und Kunde (22.) gute Chancen noch liegen gelassen hatten, traf Patrick Wiens per Strafstoß zum 2:0 (30.). Nach einem weiteren der zahlreichen Ballverluste ging Gorgoglione von der Mittellinie alleine durch und entschied mit dem 3:0 bereits nach 37 Minuten die Partie frühzeitig. Auf der Gegenseite traf Domenico Botta die Latte (39.), wiederum Milchraum (44.) und Kunde (45.) vergaben weitere Gelegenheiten.
Zur Halbzeit hatte Coveli unter den elf Akteuren freie Auswahl, sein Bannstrahl traf schließlich die Verteidiger Marc Mägerle und Nils Staiger. „Die zweite Hälfte war nach den Umstellungen fußballerisch ok“, sah er einen kleinen Lichtblick, der in Schulnoten ausgedrückt aus der glatten sechs eine sechs plus machte. Nach einem Foul an Pavlos Osipidis verwandelte Botta den Elfmeter sicher zum Ehrentreffer (59.). Wie bereits mehrmals in dieser Saison liefen die Göppinger beim 4:1 nach einer eigenen Standard-Situation in einen Konter, den Rechtsverteidiger Lukas Buck abschloss (69.). Der Schlusspunkt war nochmals bezeichnend für die katastrophale Leistung, als Torhüter Marcel Schleicher bei einer Flanke mit Patrick Schwarz den eigenen Mitspieler abräumte und Simon Lindner den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte (82.).
Auch wenn es sportlich um nichts mehr ging, waren diesen 90 Minuten inakzeptabel und Coveli konnte sich bei den Anhängern, die zur letzten Auswärtspartie zahlreich mitgereist waren, nur entschuldigen: „Es tut mir leid für die Fans, die hierher gefahren sind.“

FSV Bissingen: Burkhardt – Buck, Sarak, Ngo, Williams, Toth, Schmiedel (18. Götz), Milchraum (65. Lindner), Wiens (80. Reich), Gorgoglione, Kunde.

1. Göppinger SV: Schleicher – Staiger (46. Renner), Kotiukov (72. Kadrija), Mägerle (46. Ziesche), Osipidis, Cerimi, Brück, Schwarz, Oubeyapwa (65. Petruso), Botta, Dicklhuber.

Tore: 1:0 Gorgoglione (3.), 2:0 Wiens (30./Foulelfmeter), 3:0 Gorgoglione (37.), 3:1 Botta (59./Foulelfmeter), 4:1 Buck (69.), 5:1 Lindner (82.).

Schiedsrichter: Nikolai Kimmeyer (Mainz).

Zuschauer: 250.
  • Autor: Quelle: swp online vom 22.05.18 Autor: Andreas Böhringer

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