Remis als Triumph der Mentalität

08 Oktober 2018
Mit allen Kräften und bangen Blicken versuchen die Göppinger einen Villinger Torerfolg zu verhindern.

Jago Maric war „enttäuscht, weil wir zwei Punkte liegen gelassen haben“. Der Trainer des FC 08 Villingen sah einen starken Auftritt seiner Elf, die in einer 4-4-2-Formation agierte: „Wir haben das Spiel kontrolliert und gut gegen den Ball gearbeitet. Unsere Chancen haben wir teils fahrlässig vergeben.“
Die Gäste waren sofort im Spiel und tauchten nach vier Minuten durch einen Kopfball von Benedikt Haibt erstmals vor dem Göppinger Gehäuse auf. Ohne den langzeitverletzten Torjäger Domenico Botta (wurde am Donnerstag am Knie operiert) sowie die weiteren Offensivkräfte Nebih Kadrija (Muskelfaserriss) und Tarik Serour (krank) waren die Gastgeber defensiv eingestellt und primär auf Torsicherung aus: „Uns hat nach vorne der Mut gefehlt“, gestand Trainer Gianni Coveli, der nach 20 Minuten seine Schützlinge lautstark ermahnte, konsequenter nachzuschieben. Die einzige Spitze Max Ziesche war vom Rest der Mannschaft meist abgeschnitten.
Allerdings gab es gegen die starke 08-Verteidigung um den überragenden Dragan Ovuka kaum ein Durchkommen. So bestimmte Villingen, das sich weniger technische Fehler leistete, das Geschehen und verzeichnete ein deutliches Ballbesitzplus. Nach einer flachen Hereingabe von Yanick Haag parierte Schleicher gut gegen den freien Haibt (33.), Haag selbst brachte bei einem Kopfball keinen Druck hinter den Ball (37.). Auf der Gegenseite wurde nach einer gelungenen Kombination über die rechte Seite Kotiukovs Schussversuch nach einer flachen Osipidis-Hereingabe abgeblockt (23.), Losers Freistoß war sichere Beute von 08-Keeper Huchler (41. Minute).
Nach dem Seitenwechsel stellte Coveli auf 4-4-2 um, beorderte Kevin Dicklhuber neben Ziesche ins Sturmzentrum und ließ seine Mannschaft früher attackieren. Diese Maßnahmen griffen und die Rot-Schwarzen hatten ihre beste Phase. Nach einer Dicklhuber-Ecke geriet der Kopfball von Michael Renner zu zentral (48.), bei einigen gelungenen Kombinationen über den Flügel fehlte im Zentrum ein Abnehmer. „Im zweiten Durchgang haben wir Fahrt aufgenommen und Villingen hinten rein gedrückt. Wir kamen in den Rücken der Abwehr, das Manko ist der letzte Ball in die Box“, konstatierte Coveli, der aber bei aller Offensive stets um die nötige Balance wusste: „Villingen hat eine ungemeine Qualität. Wir mussten aufpassen, nicht in Konter zu laufen.“
Nachdem die Gäste diese Phase überstanden hatten, erlangten sie nach 65 Minuten wieder die Kontrolle und hätten bei einer Dreifach-Chance die Führung erzielen müssen (68.): Beim ersten Versuch lenkte Schleicher den Ball an den Pfosten und war auch beim Nachschuss zur Stelle. Der Abpraller fiel Haag vor die Füße, der aus sieben Metern freistehend über das leere Tor schoss. Die Abschlüsse von Wehrle (78.), Haag (82.) und Bak (91.) waren alle zu ungenau, so blieb es beim für Göppingen eher schmeichelhaften Unentschieden.
Mit den begrenzten Möglichkeiten in der Offensive und gegen einen starken Kontrahenten zeigte sich Coveli mit einem Punkt zufrieden und pries die Mentalität seiner Schützlinge, die bis zum Schluss gefightet und sich läuferisch und kämpferisch dagegen gestemmt hätten.

1. Göppinger SV: Schleicher – Loser, Stierle, Mägerle, Osipidis, Dicklhuber, Brück, Schwarz, Kotiukov, Ziesche, Renner.

FC 08 Villingen: Huchler – Chiurazzi, Ovuka, Leberer, Tadic, Kaminski, Serpa, Wehrle, Weißhaar, Haibt, Haag.

SR: Marcel Göpferich (Bad Schönborn). – Zuschauer: 350.
  • Autor: Quelle: swp online vom 08.10.18 Autor: Andreas Böhringer

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