Folgt nun der siebte Streich?

02 November 2018
Seit sechs Spielen haben die Oberliga-Fußballer des SV Göppingen nicht mehr verloren.
Diese Serie soll auch nach dem Heimspiel gegen den FC Nöttingen am Samstag um 14 Uhr Bestand haben.
„Außerdem sind wir zuhause noch ungeschlagen, das wollen wir verteidigen, auch wenn es erneut gegen einen starken Gegner geht, der zu den Top Fünf der Liga zählt“, betont Chris Loser. „Dass wir Nöttingen mit einem Sieg in der Tabelle überholen können, ist ein zusätzlicher Ansporn für uns“, ergänzt der Allrounder, der im sechsten Jahr für den Sportverein aufläuft und aktuell zum Stammpersonal von Trainer Gianni Coveli zählt, obwohl der Schichtdienst im Polizeirevier Schorndorf ihm einiges an Organisation abverlangt. „In Teilen der Vorbereitung habe ich gefehlt, aber im Moment passt es, ich kann in der Regel zwei Mal pro Woche trainieren“, berichtet Loser, der beim Dienstplan auf das Verständnis der Vorgesetzten zählen kann und für ein Oberliga-Spiel wie zuletzt in Bissingen auch schon mal einen Tag seines Jahresurlaubs opfert. „Den Spielverlauf kann man nicht planen, es war teilweise glücklich“, erklärt der 27-Jährige zum jüngsten 3:1-Auswärtssieg. Die frühe Überzahl für den Sportverein habe man in der ersten Halbzeit kaum bemerkt, räumt Loser ein: „Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen, es gab viele Zweikämpfe. Wenn Kevin Rombach nicht so gut hält, gehen wir mit einem Rückstand in die Kabine.“ Dort gab Trainer Coveli die richtigen Hinweise, danach „haben wir mehr Ruhe ins Spiel gebracht und uns damit den Sieg ein Stück weit auch verdient“.
Es war der dritte Erfolg hintereinander, zusammen mit den drei Remis davor hat der Sportverein sein Punktekonto auf ein beruhigendes Niveau geschraubt und Selbstvertrauen getankt. „Nach unserem schlechten Auftritt in Backnang haben wir die richtige Reaktion gezeigt“, sagt Loser, der im Sommer beim Europameisterschafts-Turnier in Prag den Titel mit der Polizei-Nationalmannschaft verteidigt hat, „inzwischen haben wir auch die Situation nach dem Ausfall von Domenico Botta, der ein Schock war, als Kollektiv gut angenommen.“
Die Mannschaft definiere sich über den Teamgedanken, komme über das kämpferische Moment und stehe kompakt gegen den Ball. Drei Gegentore in sechs Spielen sind die Basis für den Erfolg. Vorne hat Kevin Dicklhuber die Rolle des Torjägers übernommen und sechs der acht Tore erzielt. Loser: „Wir sind froh, dass wir einen wie ihn haben.“
  • Autor: Quelle: NWZ online vom 02.11.2018, Autor: Markus Munz

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