Team der Stunde will oben dranbleiben

23 November 2018
„Wer hätte das vor der Saison gedacht“, kann Spielleiter Ingo Miede seine Überraschung nicht verhehlen.
Selbst die kühnsten Optimisten beim Göppinger Sportverein hätten der Truppe von Übungsleiter Gianni Coveli solch eine Zwischenbilanz vor dem Hinrunden-Abschluss nicht zugetraut. 29 Punkte weist das Tableau für den Oberligisten aus und damit nur zwei Zähler (bei einer mehr absolvierten Partie) weniger als Spitzenreiter Stuttgarter Kickers.
Dass die Göppinger dabei auf Rang sechs geführt werden, zeigt, wie eng es in diesem Spieljahr im baden-württembergischen Oberhaus zugeht. Der morgige Kontrahent Bahlinger SC ist zwar „nur“ Zehnter, hat dabei aber auch nur fünf Punkte Rückstand auf die Blauen und kann mit einer kleinen Serie schnell ganz oben angreifen.
Keine kleine, sondern eine große Serie legte der SV in den letzten Wochen hin: neun Begegnungen ohne Niederlage, davon fünf Siege, machen die Coveli-Elf zur Mannschaft der Stunde. „Überragend“, nennt Miede daher folgerichtig, was die Mannen um Kapitän Oliver Stierle im bisherigen Rundenverlauf abgeliefert haben. 50 Punkte plus x lautete das ambitionierte Saisonziel, das Trainer und Mannschaft trotz des Verlusts der offensiven Flügelzange Oubeyapwa/Ubabuike ausriefen.
Die Umstellung der Spielweise ohne die beiden antrittsschnellen Außen dauerte, so dass der Start durchwachsen geriet. Als eine Formation gefunden schien, gab es den nächsten Rückschlag zu verdauen: Bei der 1:3-Niederlage in Backnang zog sich Domenico Botta einen Kreuzbandriss zu, womit der Fixpunkt im Angriffsspiel für die restliche Spielzeit wegfiel. „Nach dieser Partie mussten wir uns kurz schütteln und sammeln“, blickt der Spielleiter auf den 15. September zurück, der gleichzeitig zum Tief- und Startpunkt wurde: „Was danach passierte, war nicht zu erwarten“, so das SV-Urgestein über die vergangenen beiden Monate, in denen die Seinen ungeschlagen blieben. Der Schlüssel für diese Entwicklung waren die Umstellungen im Angriffsspiel, die Coveli nach Bottas Verletzung vornahm. Es dauerte zwei, drei Wochen, bis die Änderungen griffen – seitdem überzeugen die Rot-Schwarzen mit großer taktischer und läuferischer Disziplin und haben den Verlust ihres Sturmführers als Kollektiv aufgefangen. „Die Mannschaft setzt die Vorgaben um und hat sich von Woche zu Woche weiterentwickelt“, lobt der 52-Jährige, der den Blick im Klassement dennoch nach hinten richtet, obwohl die Tabellenspitze nah ist. „Wir haben im Moment einen gehörigen Abstand auf die gefährlichen Ränge“, erklärt Miede, „im Fußball geht es oft schneller, als man denkt.“
Auf dem personellen Sektor ist die Saison neben Botta auch für Nils Staiger (wurde am Kreuzband operiert) und Isaac Houssou (Knie-OP am 5. Dezember) gelaufen. Marc Mägerle bekam in Friedrichstal einen Schlag auf den Knöchel, der Einsatz des Innenverteidigers ist unwahrscheinlich. Der Nasenbeinbruch bei Tarik Serour wurde gerichtet, ein Einsatz mit einer Schutzmaske könnte möglich sein. Ob die zuletzt fehlenden Gent Cerimi und Nebih Kadrija wieder im Kader stehen werden, entscheidet sich kurzfristig.

Info Der Sportverein beteiligt sich an der Wohltätigkeitsaktion „Geben ist schöner als nehmen“ und wird im Heimspiel gegen Gmünd (1. Dezember) einen Euro pro Zuschauer für die Lebenshilfe Heiningen und das Kinderhospiz Faurndau spenden.
  • Autor: Quelle: NWZ online vom 23.11.2018, Autor: Andreas Böhringer

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