Tabelle bekommt Ehrenplatz unterm Weihnachtsbaum

03 Dezember 2018
Die 800 Zuschauer sahen ein zähes Duell, in dem sich beide Seiten offensiv schwertaten und Torraum-Szenen daher Mangelware blieben.
„Der erste Durchgang war ziemlich ausgeglichen, Gmünd hatte leichte Feldvorteile“, analysierte SV-Spielleiter Ingo Miede, dessen Team an die teils herausragenden Leistungen der Vorwochen nicht herankam.
Dabei hatte Trainer Gianni Coveli mit Ausnahme des Torhüters (Marcel Schleicher ersetzte den verletzten Kevin Rombach) dieselbe Elf aufgeboten, die vor Wochenfrist den Bahlinger SC 3:0 besiegt hatte. Doch den Göppinger Angriffen fehlten Leichtigkeit und Konsequenz, außer einem Versuch von Iurii Kotiukov (30.) gab es zunächst nichts Nennenswertes zu verzeichnen. Die Gmünder fanden zwar den Weg vors SV-Gehäuse, doch wirklich gefährlich waren diese Bemühungen auch nicht. „Im Prinzip waren das 45 Minuten Abtasten“, charakterisierte Miede den torlosen ersten Durchgang.
Nach Wiederbeginn sind die Göppinger „besser aus der Kabine gekommen“ und hätten in der 55. Minute das 1:0 „machen müssen“. Miede ärgerte sich, dass Coppola und Dicklhuber die gute Loser-Hereingabe verpassten. Auf der Gegenseite hatte die Normannia ihre große Chance zur Führung, doch Schleicher wehrte den Schuss aus zehn Metern ab (58.). „Da hat Marcel überragend reagiert, den hält nicht jeder. Er war wieder sicher und souverän und ist eigentlich keine Nummer zwei“, lobte der Spielleiter.
In einer Begegnung auf Augenhöhe, in der eine Punkteteilung leistungsgerecht gewesen wäre, hatte das Spitzenteam das Glück auf seiner Seite. Der lauf- und zweikampfstarke Patrick Schwarz ließ zwei Gmünder aussteigen und bediente Anthony Coppola, der Normannia-Keeper Ellermann umkurvte und zum Tor des Tages einschob (61.). Selbst die Führung brachte nicht die gewohnte Souveränität in das Spiel der Gastgeber, bei denen Coveli mit der Einwechslung der Defensiven Gent Cerimi und Marvin Leonhardt in der Schlussphase die Schotten dichtmachte.
„In der Innenverteidigung standen wir überragend, außer der einen Möglichkeit haben wir nichts zugelassen“, freute sich Miede. In der Schlussviertelstunde gab es nur noch einen Aufreger: die gelb-rote Karte gegen Normannia-Kapitän Andreas „Bobo“ Mayer. Dicklhuber lag verletzt im Strafraum, die Gäste spielten den Ball nicht ins Aus. Nach einem Wortgefecht mit SV-Kapitän Stierle mochte sich Mayer nicht mehr beruhigen und meckerte bei seinem Gang in die Kabine jeden an, an dem er vorbeilief. „Mit Gelb-Rot ist er da noch gut bedient“, sagte Miede und zeigte dennoch Verständnis: „Da musste der ganze Frust raus.“
Kein Frust, sondern pure Freude und Genugtuung herrschte nach dem Schlusspfiff bei allen Göppingern, die auf eine sensationelle Halbserie blicken und in der Winterpause den Blick auf die Tabelle genießen können, in der sie auf Rang zwei stehen. „Wir können beruhigt Weihnachten feiern“, so Miede.
Die Vorbereitung auf die Rück­runde, die am 16. Februar 2019 startet, beginnt für den Sportverein am 19. Januar. Testspiele stehen unter anderem gegen die Regionalligisten VfB Stuttgart II und 1899 Hoffenheim II auf dem Plan.

1. Göppinger SV: Schleicher – Loser, Stierle, Brück, Osipidis, Kotiukov, Schwarz, Coppola (79. Leonhardt), Dicklhuber, Renner (83. Cerimi), Ziesche (75. Wende).

Normannia Gmünd: Ellermann – Kolb, Gnaase, Glück, Lämmle, Iatan (76. Knecht), Ibrahimovic (25. Bauer), Kianpour (83. Seltenreich), Ubabuike, Serejo, Mayer.

Schiedsrichter: Philipp Schlegel (Unterstadion).

Tor: 1:0 Coppola (61.).

Gelb-Rot: Mayer (85.).

Zuschauer: 800.
  • Autor: Quelle: swp online vom 03.12.18 Autor: Andreas Böhringer

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