Heute in Villingen

13 April 2019
Vor dem Heimspiel-Doppelpack über Ostern steht für den Göppinger Sportverein am Samstag (15 Uhr) die Partie beim FC 08 Villingen auf dem Programm.

„Mein Herz blutet, wenn ich die Jungs spielen sehe“, nagt die monatelange Zwangspause an Domenico Botta, der sich Mitte September 2018 einen Kreuzbandriss zuzog und seine Teamkameraden seitdem nur moralisch unterstützen kann. Auf dem Feld könnte die Mannschaft von Gianni Coveli ihren Vollblutstürmer im Augenblick gut gebrauchen, denn in der Rückserie ist Sand im SV-Getriebe, zuletzt setzte es zwei Niederlagen mit neun Gegentoren. „Im gesamten Defensivverhalten haben wir bisschen was verloren. In der Oberliga ist die Kompaktheit das A und O, diese Stabilität müssen wir zurück erlangen“, beschreibt der 31-Jährige seine Eindrücke, wobei er ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen für die Schwierigkeiten verantwortlich macht. Dennoch ist er mit dem Saisonverlauf und der Punkteausbeute „im Großen und Ganzen zufrieden“, denn obwohl Fußball ein Ergebnissport ist, sagen die Zahlen nicht alles aus: „Wichtig ist sich zu entwickeln und das hat sich die Mannschaft. Wir haben spielerisch im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt nach vorne gemacht.“
Botta arbeitet diszipliniert auf sein Comeback hin: „Die Reha lief sehr gut, das Knie fühlt sich auch sehr gut an. Ich nehme bereits am Team-Training teil, arbeite individuell mit Athletiktrainer Jürgen Augst, verzichte aber noch auf Zweikämpfe. Hierzu muss erst die Muskulatur weiter aufgebaut werden“, kann er Positives vom Heilungsverlauf vermelden, will aber nichts überstürzen, denn im März 2017 erlitt er bereits einen Kreuzbandriss im anderen Knie. „Beim zweiten Mal hat man mehr Respekt. Damals war ich schnell zurück, jetzt mache ich mir keinen Druck und taste mich ran. Die Saison neigt sich dem Ende zu, ich werde mir den Zeitpunkt, wann ich auf den Rasen zurückkehre, gut durch den Kopf gehen lassen“, will der Rechtsfuß Vorsicht walten lassen, wobei er zuversichtlich ist, dieses Spieljahr noch auflaufen zu können.
Am Samstag ist er wieder Zaungast, wenn der Sportverein beim FC 08 Villingen antritt. Beide Vereine waren zur Winterpause in Schlagdistanz zur Tabellenspitze, ließen in den letzten Wochen aber abreißen und verabschiedeten sich aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze. Für Botta ist die Coveli-Truppe damit wieder in der Normalität angekommen, nachdem sie in der Vorrunde („Da waren die Leistungen fantastisch“) nahe am oder sogar über dem Limit agierte. Mit 42 Zählern aus 25 Partien stehen die Rot-Schwarzen im Klassement in der oberen Hälfte – ein Zwischenstand, von dem man beim VfB Stuttgart nur träumen kann. „Ich bin Stuttgarter und der VfB liegt mir am Herzen“, hofft Botta auf den Klassenerhalt. Für den Bundesligisten war er in der Jugend acht Jahre am Ball: „Ich habe mit Sami Khedira, Serdar Tasci und Andreas Beck gespielt und hatte Thomas Tuchel als Trainer“, erinnert er sich gern an jene Zeiten zurück. International schlägt sein Herz für den AC Mailand, „da bin ich verrückter Fan gewesen“, meint er mit einem Lachen und zählt die großen Namen wie Maldini, Baresi, Pirlo, Gattuso, Inzaghi oder Shevchenko auf. Seiner eigenen sportlichen Zukunft blickt er optimistisch entgegen: „Körperlich traue ich es mir zu, noch einige Jahre beim Sportverein auf diesem Niveau zu spielen. Familie und Beruf spielen natürlich auch eine wichtige Rolle und es muss Spaß machen.“

Zur Info: Mitfahrgelegenheit im Teambus, Abfahrt 11.15 Uhr am SV-Stadion

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