Heimsieg gegen Spielberg

20 April 2019
In einer unterdurchschnittlichen Oberliga-Partie genügte dem SV Göppingen eine gute Viertelstunde, um gegen Schlusslicht SV Spielberg zu einem verdienten 2:0 (0:0) zu kommen.

Die Stuttgarter Kickers in den Köpfen, den SV Spielberg vor der Brust: Gianni Coveli wusste um diese nicht einfache Konstellation und mahnte seine Schützlinge an, die 90 Minuten konzentriert zu bestreiten. Doch zunächst fand seine Elf, die ohne gelernten Innenverteidiger und mit den offensiven Loser und Dicklhuber im zentralen Mittelfeld startete, keine Bindung zum Spiel. Die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Duell ohne größere Tormöglichkeiten, das sich im Mittelfeld abspielte. „Mehr Laufbereitschaft“, forderte der SV-Übungsleiter denn auch lautstark in der 27. Minute, im Nachgang bemängelte er die „zu langen Ball-Halte-Zeiten“ bei den Seinen, „das Tempo war nicht hoch genug.“ Nach der Ansage von der Seitenlinie hatte Serour prompt eine gute Einschussmöglichkeit, doch sein Versuch aus zehn Metern ging vorbei (29.). Im direkten Gegenzug gelangte ein geblockter Schuss zu Abbruzzese, der frei vor dem Tor an SV-Keeper Rombach scheiterte. Im Anschluss an die daraus resultierende Ecke fuhren die Hausherren einen schulbuchmäßigen Konter, doch Dicklhubers Lupfer ging über das Tor. Die beste Chance vergab Ziesche, der einen verunglückten Serour-Schuss aus vier Metern über das Spielberger Gehäuse bugsierte (33.).Wie so oft im Fußball, wenn spielerisch nichts zusammen läuft, war es eine Standard-Situation, die den Knoten löste. Wie in der Vorwoche beim 2:2 in Villingen war Youngster Felix Frenz der umjubelte Mann, als er in der 54. Minute einen Loser-Eckball einköpfte. „Die letzten beiden Spiele waren wie ein Traum“, so der 18-Jährige, der wieder links hinten auflief: „Eigentlich bin in Innenverteidiger, aber ich komme außen gut zurecht und da ist es leichter reinzukommen. Die erste Aufgabe ist es, hinten dicht zu machen und die Zweikämpfe zu gewinnen. Der Trainer hat mir viel Vertrauen gegeben und meinte, ich habe nichts zu verlieren und soll mein Ding durchziehen.“ Mit der Führung im Rücken hatten die Rot-Schwarzen ihre stärkste Phase und es ergaben sich mehr Räume für die Offensivaktionen, wie Coveli analysierte. So bediente Loser mit einem Pass Dicklhuber, der unbedrängt aus 14 Metern einschießen konnte (63.). „Danach sind wir fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, haderte Coveli mit den vergebenen Kontersituationen und sah, wie seine Mannschaft nach dem 2:0 zu sorglos agierte, wodurch Spielberg zu guten Chancen durch Huller (64.) und Hasel (75.) kam. Darauf reagierte der 48-Jährige und brachte mit Leonhardt, Cerimi und Mägerle drei Defensivakteure, um das Ergebnis vollends über die Runden zu bringen, was schließlich auch gelang.„Das war ein Pflichtsieg“, ordnete er den Erfolg ein und richtete den Blick auf den Showdown gegen die Stuttgarter Kickers, für die er zu Zweitliga-Zeiten auflief: „Die drei Punkte geben uns ein gutes Gefühl. Nun freuen wir uns auf Montag.“ Gegen den Tabellenführer ist die Ausgangslage eine gänzlich andere und seine Truppe hat gegen die Blauen nichts zu verlieren. „Es wird sichere die eine oder andere personelle Umstellung geben“, kündigt Coveli Änderungen an und will neben regenerativen Maßnahmen bei der heutigen Übungseinheit Automatismen ansprechen, „wie es gegen die Kickers aussehen könnte.“ Die angeschlagenen Marcel Schleicher und Patrick Schwarz saßen bereits gegen Spielberg auf der Bank und sind voll einsatzfähig. Bei Michael Wende und Kapitän Oliver Stierle wird es ein Wettlauf gegen die Zeit, ob sie für das Spiel des Jahres zur Verfügung stehen.


1. Göppinger SV: Rombach – Frenz, Brück, Osipidis, Kotiukov, Dicklhuber, Loser (70. Cerimi), Coppola (46. Faßbender), Serour (70. Leonhardt), Renner, Ziesche (78. Mägerle).

SV Spielberg: Heß – Leimenstoll (35. Huller), Roumeliotis, Fixel, Stosik, Veith, Fetzner, Bauer, Abbruzzese (77. Pllumbi), Schoch, Hasel.

Tore: 1:0 Frenz (54.), 2:0 Dicklhuber (63.)

SR: Manuel Dürr (Rohrdorf)

Zuschauer: 350.

  • Autor: Andreas Böhringer

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