Sieg im letzten Heimspiel

20 Mai 2019

Der SV Göppingen kam aufgrund einer klaren Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel zu einem verdienten 4:1 (0:0)-Sieg gegen Germania Friedrichstal.


Der zeitgleiche Kampf um die deutsche Meisterschaft auf Sky, der sportlich unbedeutende Vergleich gegen einen Absteiger und das heftige Gewitter vor dem Anpfiff sorgten im letzten Heimspiel des Göppinger Sportvereins für die Saison-Minuskulisse: nur 150 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion an der Hohenstaufenstraße. Und was die Unentwegten im ersten Durchgang zu sehen bekamen, passte sich diesen tristen äußeren Bedingungen an. „Die erste Halbzeit verlief schleppend, wir sind schwer ins Spiel gekommen“, beschrieb Oliver Stierle die Bemühungen der Göppinger, die sich viele ungenaue Zuspiele leisteten und kein Tempo in ihre Aktionen bekamen. Der SV-Kapitän feierte nach verletzungsbedingter Pause (Innenbandanriss) sein Startelf-Comeback als Mittelmann einer Dreierkette. Im 3-4-3-System nahm Übungsleiter Gianni Coveli im Vergleich zur Vorwoche fünf Änderungen vor: für Schleicher, Leonhardt, Mägerle, Faßbender und Iurii Kotiukov starteten neben Stierle auch Rombach, Serour, Kadrija und Osipidis.
Die Gäste präsentierten sich im ersten Durchgang gefälliger, der offensive Mittelfeldspieler Timo Di Giorgio hatte einige gute Ideen und seine Farben kamen durch Ritter (24.) und zweimal Roedling (35., 42.) zu guten Möglichkeiten, verpassten aber die Führung. Die beste Gelegenheit hatte indes der Sportverein, doch Dicklhubers Strafstoß (Foul an Serour) wurde von Germania-Keeper Hemmelgarn entschärft (38.). Nach einer enttäuschenden Vorstellung kamen die Gastgeber deutlich griffiger aus der Kabine: „Wir hatten zur zweiten Halbzeit umgestellt und wollten unbedingt gewinnen – auch für die Fans“, gab Stierle zu Protokoll und lobte die Kollegen für das Engagement nach dem Seitenwechsel. Mit dem ersten Angriff gelang Michael Renner direkt das 1:0, voraus ging eine schöne Kombination über Dicklhuber und Loser (46.). Das 2:0 initiierte Dicklhuber selbst, als er von der rechten Außenbahn nach innen in den Strafraum ging, wo er nach drei direkten Pässen wieder an den Ball kam, Hemmelgarn umkurvte und ins leere Tor einschob (63.). Roedling staubte zum Anschlusstreffer ab, nachdem Rombach gegen Di Giorgio noch parieren konnte (68.). Nach dem Wiederanpfiff hatte Ziesche die große Chance zum direkten Gegenschlag, doch sein Schuss wurde auf der Linie geklärt. So dauerte es noch einige Minuten bis zur endgültigen Entscheidung: nach einem Foul an Osipids machte es Dicklhuber beim zweiten Versuch besser und traf vom Punkt sicher zum 3:1 (74.). Der Linksfuß sorgte nach einem Konter auch für den 4:1-Schlusspunkt (85.) und schraubte sein Konto auf 27 Saisontore. Nach 90 Minuten hatte sich die individuelle Klasse der Hausherren durchgesetzt, die sich kurz vor Schluss auch über das Comeback von Domenico Botta freuen durften. Der Mittelstürmer hatte sich im September 2018 das Kreuzband gerissen. „Es freut mich besonders, dass Dome wieder da ist“, meinte Stierle und sprach ein „Riesenkompliment“ an die Mannschaft für diese Saison aus, die die Rot-Schwarzen am Donnerstag, 30. Mai (15 Uhr), bei Meister Bahlinger SC beschließen. Am letzten Spieltag gehen die Blicke nach Bissingen respektive Großaspach, wo es zwischen dem Dritten FSV 08 Bissingen und dem Zweiten Stuttgarter Kickers ein Finale um den Relegationsrang gibt. „Ich hoffe die Kickers bleiben auf dem zweiten Platz“, drückt der 35-Jährige seinem Ex-Klub die Daumen, nachdem es mit dem direkten Aufstieg nicht klappte: „Mit diesem Aufwand nicht Meister zu werden ist einfach enttäuschend.“


1. Göppinger SV: Rombach – Frenz, Stierle, Cerimi, Loser, Dicklhuber (89. Botta), Schwarz, Osipidis, Serour (61. Faßbender), Kadrija (61. Ziesche), Renner (78. Coppola).


Germania Friedrichstal: Hemmelgarn – Diringer, Höniges (66. Herzog), Yörükoglu, Goulas, Baumgärtner, Dinges (77. Kyei), Weiß, Di Giorgio (81. Calvino), Ritter (86. Wobbe), Roedling.


Tore: 1:0 Renner (46.), 2:0, 3:1, 4:1 Dicklhuber (63., 74./FE, 85.), 2:1 Roedling (68.).


SR: Hafes Gerspacher (Heitersheim).

Zuschauer: 150.  

Bes. Vorkommnis: Hemmelgarn hält Foulelfmeter von Dicklhuber (38.).

  • Autor: Andreas Böhringer

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