Trainingsauftakt

30 Juni 2019
Am gestrigen Sonntag startete der SV Göppingen mit einem lockeren Aufgalopp in seine vierte Oberliga-Saison und will mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.

„Ich war mit der Familie im Urlaub, aber die Kaderplanung stand trotzdem an, deshalb konnte ich nicht ganz abschalten“, berichtet Gianni Coveli von der vermeintlich fußballfreien Zeit, in der es für Übungsleiter des Göppinger Sportvereins dennoch einiges zu erledigen gab. Genau ein Monat ist seit dem letzten Spieltag (30. Mai beim Bahlinger SC) vergangen, da standen die SV-Akteure bei brütender Hitze auch schon wieder auf dem Platz. „Mit den Temperaturen müssen alle leben, da kommt es wie immer auf die richtige Trainingssteuerung an“, fährt Coveli fort und vertraut dabei seinem Athletik-Coach Jürgen Augst: „Wir dürfen die Jungs nicht überpowern, sondern müssen die richtige Mischung aus intensiver Belastung und aktiver Regeneration finden. Das hat Jürgen bisher immer geschafft und das wird auch diesmal klappen.“
Zur ersten Übungseinheit fanden sich insgesamt 24 Spieler inklusive der beiden Torhüter Kevin Rombach und Marcel Schleicher auf dem Kunstrasen (das Stadion ist wegen der Installation der Beregnungsanlage noch gesperrt) ein. Bei den 22 Feldspielern waren mit Isaac Houssou und Tobias Clauß auch zwei Rekonvaleszenten dabei, die individuell ihre Übungen machten und erst zur Rückrunde wieder vollkommen fit sein werden. Domenic Brück, der nach seiner Knie-OP noch nicht bei 100 Prozent ist, sowie Tarik Serour fehlten noch urlaubsbedingt, das Duo steigt aber kommende Woche ein. Daneben nahmen noch drei junge Gastspieler am ersten Training teil, eine Verpflichtung ist aber eher unwahrscheinlich. Ein zeitnahes Engagement eines Routiniers bahnt sich indes an, wie Spielleiter Ingo Miede bestätigte, ohne Namen zu nennen. Die Akteure hatten in den vergangenen beiden Wochen individuelle Läufe und Stabilitätsübungen zu absolvieren, um mit dem nötigen Fitness-Level starten zu können. Nach einigen Aufwärmübungen stand gestern direkt der Ball im Mittelpunkt und es wurde auf ein verkleinertes Feld elf gegen elf gespielt. „Der Ball soll laufen, die Jungs sollen Spaß haben und sich nicht verletzen“, umriss Co-Trainer Daniel Budak das Ziel der lockeren Einheit. Neben der Arbeit an der Fitness sollen in nächster Zeit Spielformen im Mittelpunkt stehen, gibt Coveli Einblicke in seine Pläne: „Die Neuen sollen schnell rein wachsen und unsere Abläufe und Spielphilosophie verinnerlichen.“ Den letzten Feinschliff gibt es dann im Trainingslager, das vom 17. bis 21 Juli im österreichischen Mieming absolviert wird.
In den Testspielen treten die Rot-Schwarzen nur gegen klassentiefere Kontrahenten an. „Das ist gewollt“, erläutert Coveli: „Das Spiel gegen den Ball ist einfacher zu trainieren, aber mit dem Ball ist es schwieriger. So spielen wir gegen top motivierte Gegner, die tief stehen werden und wir müssen Lösungen finden.“ In den Tests können sich die Fans dann ein erstes Bild von den bis dato vier Neuzugängen machen. Und das Quartett bringt Gardemaß mit: Tomislav Ivezic ist mit seinen 1,85 Meter der Kleinste, Gentian Lekaj (1,90m), Luksas Rösch (1,94m) und Matej Maglica (1,95m) überragen Ivezic deutlich. „Wir wollten Akteure, die zu unserem Spiel passen. Die Größe ist ein positiver Nebeneffekt, den wir gerne mitnehmen“, meint Coveli, der an der Hohenstaufenstraße in sein sechstes Jahr geht und der eine anspruchsvolle Spielzeit auf seine Schützlinge zukommen sieht: „Die Oberliga ist nochmal stärker, vor allem die Aufsteiger sind richtig gut. Diesmal wird kein Team abfallen wie zuletzt Friedrichstal, Spielberg oder Gmünd.“ Für den 48-Jährigen genießt deshalb der Klassenerhalt oberste Priorität, auch wenn die Erwartungshaltung im Umfeld nach dem fünften Tabellenplatz gestiegen ist. „An diesem fünften Rang dürfen wir uns nicht messen. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und müssen konstant unsere Punkte sammeln, um nicht hinten rein zu rutschen“, hofft er auf eine sorgenfreie Saison, die für die Talente von Vorteil wäre: „Wenn nicht der Druck des Abstiegskampfes da ist, können sich die jungen Spieler in Ruhe weiterentwickeln. Das hilft ihnen und letztlich dem Verein.“
  • Autor: Quelle: swp online vom 01.07.19 Autor: Andreas Böhringer

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