Chris Loser will mit Sportverein oben bleiben

22 November 2019
Am letzten Vorrunden-Spieltag gastiert der SV Göppingen beim FSV 08 Bissingen. Anpfiff im Bruchwaldstadion ist am Samstag um 14 Uhr.

Ingo Miede bescheinigt ihm eine „Top Saison“ und ein Blick auf die Statistik stützt die Einschätzung des Spielleiters, der ein Extra-Lob für die Leistungen von Chris Loser ausspricht: in allen Partien stand der technisch beschlagene Rechtsfuß in der Startformation (meistens auf der linken Defensivseite) und bringt eine große Konstanz auf den Rasen. „Was Ingo sagt, freut mich natürlich“, so der Gelobte, der die genauen Gründe für sein Hoch aber nicht benennen kann: „Woran es liegt, kann ich nicht sagen. Ich habe nix spezielles gemacht, spiele wie immer und versuche die Vorgaben des Trainers umzusetzen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Vater geworden bin. Das gibt Auftrieb, wenn das Kind auf die Welt kommt.“ Zwischen dem Nachwuchs, der Renovierung des neuen Zuhauses, seinem Beruf als Polizisten und dem Fußball bleibt nicht viel Zeit, „aber bisher bekomme ich das ganz gut unter einen Hut“, so der 28-Jährige. „Natürlich ist es manchmal stressig, wenn man beispielsweise vor einem Spiel eine Nachtschicht hatte, aber meine Frau stärkt mir den Rücken und auch die Dienststelle versucht im Rahmen des Möglichen, mir entgegen zu kommen“, gibt Loser einen Einblick in seinen Tagesablauf. Seit September ist der Sparwiesener der Dienststelle Uhingen zugeordnet, „damit sind die Wege nach Hause und zum Sportverein kürzer geworden.“ Dennoch ist es ihm zeitlich nicht möglich an allen Übungseinheiten teilzunehmen: „Ich bin Gianni und dem Verein dankbar, dass sie das so mitmachen. Ich kann maximal zweimal trainieren, gebe dann aber immer alles im Training.“
Bei seinen Partien ist seine Familie fast immer im Stadion anzutreffen und auch Kollegen waren schon an der Hohenstaufenstraße. „Da kommen dann natürlich Nachrichten in der Whatsapp-Gruppe und bei Niederlagen sind auch Frotzeleien dabei, aber das ist ja normal“, kann er von einer guten Arbeitsatmosphäre berichten. Einen Spruch musste sich Loser nach dem 4:1 über den TSV Ilshofen zuletzt sicher nicht anhören. Dieser Heimsieg nach zuvor vier Pleiten auf eigenem Terrain („Vier Niederlagen hintereinander sind schon heftig“) brachten den Sportverein zurück an die Tabellenspitze, wo die Rot-Schwarzen bleiben wollen: „Wenn man mal oben ist, will man oben bleiben.“ Daher gelte es beim FSV 08 Bissingen an die Vorstellung anzuknüpfen und auch in den noch ausstehenden Partien gegen Sandhausen II und in Villingen zu punkten. Doch unabhängig davon kann sich die Bilanz sehen lassen. „Unsere 29 Punkte kann uns keiner mehr nehmen. Es ist super, dass es so läuft. Unser primäres Ziel ist aber uns weiterzuentwickeln, das ist das Wichtigste.“ In einer „sehr ausgeglichenen Oberliga“ versuchen Loser & Co die Tabelle auszublenden, „aber neben den Kickers und dem VfB II ist der Spitzenreiter logischerweise der Gejagte. Da sind die anderen Vereine extra motiviert.“ In Bissingen fehlt Keeper Marcel Schleicher nach seiner Notbremse rotgesperrt. Dafür kehrt mit Patrick Schwarz, der zuletzt mit Adduktorenproblemen aussetzte, der beständigste SV-Akteur in das Aufgebot zurück und sollte wieder in der Startformation stehen.
Das Abschneiden der Rot-Schwarzen mit Tabellenführung und dem Viertelfinal-Einzug im WFV-Pokal belegt die Qualität des Aufgebots, erklärt der Allrounder, der seit 2011 für den Sportverein am Ball ist und zum sportlichen Inventar gehört: „Es ist wahrscheinlich der beste Kader seit ich hier bin.“ Dementsprechend lobt Loser die Verantwortlichen für das gute Händchen bei den Neuverpflichtungen: „Die Neuen haben das Niveau deutlich angehoben. Wir haben verschiedene Spielertypen im Kader, die Variationsmöglichkeiten bieten und für Konkurrenzkampf sorgen. Jeder muss im Training Gas geben.“ In seinen über acht Jahren, verpflichtet wurde Loser zu Verbandsliga-Zeiten von Uli Haug, hat er die Entwicklung des Klubs hautnah miterlebt: „Sowohl sportlich als auch im Umfeld und in Sachen Infrastruktur ging es langsam und kontinuierlich nach oben.“
  • Autor: Quelle: swp vom 22.11.2019, Autor: Andreas Böhringer

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