SV braucht keine Geschenke

02 Dezember 2019
Trainer Gianni Coveli musste im letzten Oberliga-Heimspiel des Jahres gegen den SV Sandhausen II auf den erkrankten Oliver Stierle verzichten. Coveli brachte Youngster Felix Frenz auf der linken Seite, stellte den ballsicheren Chris Loser ins Mittelfeldzentrum und ließ gegen das defensiv eingestellte Schlusslicht mit zwei Stürmern in einem 4-4-2-System agieren. Anstelle von Stierle trug Pavlos Osipidis die Kapitänsbinde, der nach zwanzig Minuten mit einer fairen Geste aufwartete. Der Schiedsrichter hatte auf Elfmeter für Göppingen entschieden, doch Osipidis gab zu, dass keine Berührung stattgefunden hatte. „Ich dachte erst, der Gegenspieler hätte das Bein stehen lassen, aber nachdem ich die Szene kurz reflektiert hatte, war es klar für mich, hier Fair Play zu zeigen“, erklärte der Rechtsverteidiger. Vergleichbares hätte Trainer Coveli gerne von Sandhausener Seite gesehen, als deren Torhüter Bendedikt Grawe in der 38. Minute außerhalb des Strafraums im Duell mit Morgan Faßbender den Ball mit der Hand berührte, das Schiedsrichtergespann aber weiterlaufen ließ. Größere Aufregung wurde letztlich dadurch vermieden, dass Covelis Mannschaft eine „bärenstarke erste Halbzeit“ in eine 2:0-Führung ummünzen konnte. Kevin Dicklhuber, zwei Minuten zuvor noch mit dem starken linken Fuß an Grawe gescheitert, schlenzte den Ball nach Pass von Frenz mit rechts ins lange Eck (27.). Kurz vor der Halbzeit wurde Marcel Avdic von Dicklhuber auf der rechten Seite in Szene gesetzt. Seinen Querpass musste Domenico Botta nur noch zum 2:0 einschieben.
Nach dem Seitenwechsel verwaltete der Sportverein glanzlos das Ergebnis. „Da hätte ich mir etwas mehr Durchschlagskraft gewünscht, um das dritte Tor zu machen. Stattdessen haben wir das Tempo rausgenommen und nicht mehr die Laufbereitschaft wie in der ersten Halbzeit gezeigt“, bemängelte Coveli, konnte aber an diesem Tag „darüber hinwegschauen, weil wir das Spiel heimgeschaukelt haben“. Die Gäste kamen nach einem Eckball durch Prince Jubin per Kopf zwar noch einmal heran (81.), der Ausgleich lag aber nicht mehr ernsthaft in der Luft. „Trotzdem kann es noch gefährlich werden, der Gegner ist dann psychologisch im Vorteil, weil wir plötzlich etwas zu verlieren haben“, sagte Pavlos Osipidis, „wir hätten schon mit einem höheren Ergebnis in die Halbzeit gehen können, wenn wir den letzten Pass besser gespielt hätten. Dann haben wir leider nachgelassen“. Es müsse der nächste Entwicklungsschritt für die Rot-Schwarzen sein, forderte der 29-jährige, in solchen Partien „bei allem Respekt vor dem Gegner am Ende ein klareres Ergebnis herauszuschießen“.
Göppinger SV: Rombach – Osipidis, Ivezic, Maglica, Frenz, Faßbender (66. Renner), Dicklhuber, Loser, Avdic (66. Rösch), Botta (83. Leonhardt), Ziesche (75. Di Biccari).
SV Sandhausen: Grawe – Sterzing, Reuss, Hauk, Nalbantis, Najda (46. Jubin), Krüger (46. A. Schiler), Holderer (86. Benefo), Borie, K. Schiler, Politakis (79. Rasic).
SR: Daniel Leyhr (Betzingen).
Tore: 1:0 Dicklhuber (27.), 2:0 Botta (44.), 2:1 Jubin (81.).
Zuschauer: 400.
  • Autor: Quelle: swp online vom 02.12.19 Autor: Markus Munz

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