Tim Schraml will es nochmal wissen

04 Juni 2020
Archiv: 03.04.2011
Der SV Göppingen kann den ersten Neuzugang vermelden und es ist ein Rückkehrer: Tim Schraml kommt vom FC Donzdorf an die Hohenstaufenstraße.

Tim Schraml kam in der Winterpause der Saison 2010/11 von der A-Jugend des VfB Stuttgart zum SV Göppingen und entpuppte sich als absoluter Volltreffer. Der damals 18-Jährige avancierte schnell zu einem der besten Verbandsliga-Akteure und prägte das Spiel der Rot-Schwarzen in der Mittelfeld-Zentrale. Seine Leistungen blieben nicht unerkannt und im Sommer 2012 zog er weiter zum SC Freiburg, wo er über die Regionalliga-Truppe an die Bundesliga herangeführt werden sollte, was aufgrund von hartnäckigen Verletzungsproblemen allerdings nicht gelang. Für den Rechtsfuß reichte es zu einem Bundesliga-Einsatz, in der Regionalliga stehen 66 Auftritte in seiner Vita, wobei er wegen eines Knorpelschadens zwischen 2015 und 2017 nicht auf dem Feld stehen konnte. „Vom Sportverein ging es damals immer bergauf, dann hat der Körper nicht mehr mitgemacht, die Belastung war einfach zu hoch. Und dann ging es auch schnell bergab. So ist das harte Profigeschäft“, lässt Schraml die Zeit im Breisgau Revue passieren und erinnert sich auch an seine Leidensgeschichte: „Los ging es mit Schambein-Problemen, dann hatte ich noch eine Leisten-OP und in der Vorbereitung 2015 spürte ich einen stechenden Schmerz im Knie, der sich als Knorpelschaden herausstellte.“ In der Folgezeit führte ihn sein Weg zu verschiedenen Spezialisten, doch wirkliche Besserung stellte sich nicht ein und muskuläre Probleme blieben ein ständiger Begleiter, weshalb er nicht mehr schmerzfrei trainieren oder spielen konnte. So musste er den Traum vom Profidasein letztlich begraben und es zog den gebürtigen Göppinger schließlich zu seinem Heimatverein FC Donzdorf.
In den drei Spielzeiten im Lautertal-Stadion hat er neben dem Teamtraining verstärkt individuelle Physio-Einheiten absolviert, die sich sehr positiv auf seine körperliche Stabilität auswirkten. Nun nimmt er einen neuen Anlauf: „Es ist zunächst auf ein Jahr fixiert, das habe ich mit Gianni und Budi so besprochen. Ich hoffe es funktioniert, ich habe selber viel dafür getan. Ich will unbedingt nochmal höherklassig spielen, schließlich bin ich auch nicht mehr der Jüngste.“ Für SV-Spielleiter Ingo Miede steht die sportliche Qualität außer Frage: „Wenn Tim sein Potenzial nur annähernd abrufen kann, ist er ganz sicher eine Verstärkung, darüber müssen wir nicht reden.“ Der Kontakt zu dem mittlerweile 27-Jährigen ist eigentlich nie abgerissen und der Sportverein fragte immer wieder an, doch bis dato lag Schraml aufgrund der physischen Probleme noch nicht bereit für die Oberliga. Nun freut sich der BWL-Student auf seine Rückkehr zum Sportverein, dessen Entwicklung er natürlich verfolgte. „Tribüne, Gaststätte, Infrastruktur insgesamt, da hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, jetzt kommt noch das Flutlicht. Und im Umfeld kenne ich die meisten Leute noch. Das Trainergespann leistet super Arbeit und ich glaube, dass noch einiges möglich ist. Es ist noch Entwicklungspotenzial da“, war es für ihn im Endeffekt eine einfache Entscheidung, wieder den SV-Dress überzustreifen.
Der 1,90 Meter große Schraml kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden und könnte in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen, wo Kapitän Oli Stierle ersetzt werden muss und der Abgang von Hochkaräter Matej Maglica droht, der einen ähnlichen Weg wie Tim Schraml einschlagen und es im Profifußball versuchen möchte. Mit den technischen Qualitäten und seiner Ballsicherheit scheint Schraml prädestiniert zu sein für die Art, wie Übungsleiter Gianni Coveli spielen lassen will. Neben der Innenverteidigung könnte er auch auf der defensiven oder offensiven Position im zentralen Mittelfeld sein Wirkungsgebiet finden.

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