Wiedersehen beim SSV Reutlingen

05 September 2020
Mit sieben Punkten im Gepäck und zahlreichen Rückkehrern reist der SV Göppingen am Samstag, 15.30 Uhr, ohne großen Druck zum SSV Reutlingen.

Tomislav Ivezic, Filip Milisic, Marco Di Biccari, Michael Renner, Pavlos Osipidis, Domenico Botta sowie die Neuzugänge Janick Schramm und Raphael Schneider: Die Reutlinger Enklave an der Hohenstaufenstraße hat mittlerweile eine beträchtliche Größe angenommen. Nicht weniger als acht Kicker im Kader des Göppinger Sportvereins haben eine Vergangenheit an der Kreuzeiche und sie werden von Gianni Coveli nicht extra motiviert werden müssen, damit sie an der alten Wirkungsstätte alles in die Waagschale werfen, um den sieben Punkten weitere hinzufügen zu können. Am Mittwoch feierten die Rot-Schwarzen, angeführt von einem überragenden dreifachen Torschützen Kevin Dicklhuber, einen 4:1-Erfolg über den FC Nöttingen. Coveli war mit seinen Schützlingen hochzufrieden: „Nöttingen hat Qualität, das ist kein Fallobst. Wir haben erst arbeiten müssen, bevor wir zu unserem Spiel gefunden haben. Die Führung hat uns beflügelt.“ Der SV-Übungsleiter zeigte sich erfreut, dass sich seine Mannschaft auf dem 1:0 nicht ausruhte, sondern die Schlagzahl hochhielt. „Wir haben weiter mutig nach vorne gespielt und nachgelegt“, kommentierte er den 3:0-Halbzeitstand, mit dem Dicklhuber & Co bereits für eine Vorentscheidung gesorgt hatten.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Gäste auf und versuchten der Partie eine Wende zu geben, doch die Göppinger gingen auch bei der Verteidigung des eigenen Gehäuses mit viel Engagement zu Werke. „In dieser Phase haben wir die Zweikämpfe angenommen und uns in jedes Duell und jeden Schuss gestürzt“, lobte Coveli die Einstellung. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang Filip Milisic, der im Abwehrzentrum bis dato mit resolutem Zweikampfverhalten und Robustheit aufwartet. Der 26-jährige Neuzugang vom Liga-Rivalen SGV Freiberg war eine Wunschverpflichtung von Coveli: „Es war sehr wichtig, dass wir in bekommen haben. Er ist ein überragender Fußballer und total positiver Typ. Er verleiht unserer Hintermannschaft viel Stabilität.“ Doch der Göppinger Übungsleiter sieht bei seinem neuen Abwehrchef weiteres Steigerungspotenzial, „Filip ist noch nicht bei 100 Prozent.“ Den Gegentreffer konnte auch Milisic nicht verhindern, das 4:1 in der 83. Minute durch Andreas Schiler war der einzige kleine Makel auf eine ansonsten sehr gute Vorstellung. „Das zu-Null wäre das i-Tüpfelchen gewesen“, erklärte Coveli mit einem Lächeln und nahm es gelassen hin, „mit der Leistung insgesamt bin ich natürlich richtig zufrieden.“ Teil der an diesem Abend druckvollen Offensive war Jeffrey Idehen, der als linker Außenstürmer aufgeboten war und die Nöttinger Abwehr gehörig durcheinander wirbelte. Der Neuzugang ließ Schnelligkeit, Zug zum Tor und Durchsetzungsvermögen aufblitzen und hat sich für weitere Einsätze empfohlen. „Jeff hat in vielen Phasen seine Qualität gezeigt, hatte aber auch ein paar Aussetzer drin“, so Coveli, der mit Idehen und Michael Renner, dem Pendant auf der rechten Seite, eine neue Flügelzange gebracht hatte: „Es war wichtig und notwendig, dass beide Spielpraxis bekommen, denn wir werden in dieser langen Saison alle Spieler brauchen.“
Nun gastiert das Coveli-Ensemble beim SSV Reutlingen, der einen großen Personalwechsel hinter sich hat und einige wichtige Akteure ziehen lassen musste. Die Mannschaft von Maik Schütt startete mit einem Sieg und zwei Niederlagen, am Mittwoch gab es ein unnötiges 1:3 in Neckarsulm, das für den Übungsleiter „unerklärlich“ war, wie er auf der SSV-Homepage zu Protokoll gab: „Das darf nicht passieren, das war zu wenig. Wenn man 70 Minuten in Überzahl spielt, muss man so ein Spiel gewinnen. Aber dann muss man seine Chancen auch mal nutzen. An der Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit müssen wir arbeiten.“ Geht es nach Gianni Coveli, der insbesondere vor dem Umschaltspiel der Schütt-Truppe warnt, müssen die Reutlinger mit einer besseren Chancenverwertung nicht schon am Samstag beginnen. Urlauber Domenico Botta ist zurück im SV-Kader, der angeschlagene Tomislav Ivezic (Leistenzerrung) wird ebenfalls auf der Bank sitzen. Vorläufig nicht zur Verfügung stehen wird Gent Cerimi, der Maschinenbau-Ingenieur weilt bis Ende Dezember beruflich in München.
  • Autor: Quelle: swp vom 05.09.2020, Autor: Andreas Böhringer

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