Auch zu Zehnt nicht viel zugelassen

25 Oktober 2020
Eine halbe Stunde lang zeigten die Oberliga-Fußballer des Göppinger Sportvereins ein starkes Heimspiel gegen den FV Ravensburg, waren defensiv aufmerksam, hebelten die Gäste mit sehenswerten Spieleröffnungen und Seitenverlagerungen aus und führten verdient mit 2:0. Dann gerieten Mergim Neziri und Ravensburgs Samuel Boneberger nach einem Zweikampf auf Höhe der Mittellinie aneinander. Aus dieser Szene entzündete sich eine vierminütige Unterbrechung, in der die Emotionen in beiden Lagern einschließlich der Verantwortlichen kaum zu beruhigen waren. Schiedsrichter Manuel Bergmann ahndete einen Schlag von Neziri gegen den Hals des Ravensburgers, der behandelt und ausgewechselt werden musste, und stellte den Torschützen zum 1:0 vom Platz. Boneberger kam für die Provokation mit Gelb davon. „Es wäre bestimmt ein hochinteressantes Fußballspiel geworden, aber nach der Roten Karte ist eine eigene Dynamik entstanden und war es ein komplett anderes Spiel“, sagte Gianni Coveli. Auch der Göppinger Trainer brauchte länger als sonst, um nach dem Abpfiff wieder runterzukommen. „Der Schiedsrichter hatte heute leider keine souveräne Spielleitung“, kritisierte der 50-jährige. Von Göppinger Seite wurde vor allem eine Einseitigkeit bei Bergmanns Entscheidungen bemängelt.
„Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, wurden durch die Rote Karte aber verunsichert und bis zur Halbzeit etwas hinten reingedrängt“, erklärte Mittelfeldmann Domenic Brück, „in der Pause konnten wir uns neu stellen und haben im Großen und Ganzen auch zu zehnt nicht viele Chancen zugelassen“. Brück und Tim Schraml erhielten im zweiten Durchgang in der Schaltzentrale Unterstützung vom eingewechselten Marco Di Biccari. „Ich wollte noch einen laufstarken Spieler im Zentrum haben und dafür lieber die Außenpositionen etwas freigeben, um Ravensburgs Spiel in die Tiefe zu unterbinden“, erklärte Coveli, „das 3:0 war natürlich Gold wert. Wir wollten nicht nur hinten stehen, sondern den Gegner auch zu Fehlern zwingen, das hat Tim Schraml in der Situation stark erpresst.“ Die Hereingabe von links verwertete Kevin Dicklhuber, der in Unterzahl die einzige Spitze darstellte. Nach dem Anschlusstreffer per ausnahmsweise unstrittigem Foulelfmeter – der ansonsten starke Felix Frenz hatte das Bein stehen lassen – war es „ein reines Kampfspiel, in dem wir uns robust dagegengestemmt haben und keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen sind“, lobte Coveli. In der 64. Minute bekam Thomas Zimmermann den Ball durchgesteckt und traf für Ravensburg die Latte. Coveli: „Ansonsten war das meiste nur aus der zweiten Reihe, das haben wir sehr gut gemacht.“

Göppinger SV: Schleicher – Osipidis (90.+1 Schneider), Clauß, Milisic, Frenz, Loser (79. Nalbantis), Schraml, Brück, Neziri, Dicklhuber (82. Ziesche), Lekaj (46. Di Biccari).
FV Ravensburg: Kraus – Samuel Boneberger (38. Flock), Biewer, Placzek, Zimmermann, Schäch, Hörger (78. Wieland), Jona Boneberger, Maier (46. Strauß), Schachtschneider, Chrobok (60. Soyudogru).
SR: Manuel Bergmann (Laupheim).
Tore: 1:0 Neziri (8.), 2:0, 3:0 Dicklhuber (26., 53.), 3:1 Schachtschneider (59., Foulelfmeter).
Rote Karte: Neziri (33., Tätlichkeit).
Zuschauer: 430.
  • Autor: Quelle: swp vom 26.10.20 Autor: Markus Munz

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